SVF Herringen gewinnt 5:1 gegen SF Ostinghausen

HAMM – Als Schiedsrichter Tobias Langwasser die einseitigen 90 Minuten beendet hatte und der SVF Herringen seinen ungefährdeten und verdienten 5:1 (2:0)-Erfolg gegen SF Ostinghausen bejubelte, fand Trainer Ralph Oberdiek doch noch ein kleines Haar in der Suppe. „Eigentlich“, sagte er, „hätten wir noch ein bisschen höher gewinnen müssen.“

Wohl wahr. In dem Duell zweier personell arg gebeutelter Mannschaften fehlten dem überforderten Neuling von Beginn an die Mittel, um die Platzherren in Bedrängnis zu bringen. Erschwerend kam für sie hinzu, dass sich Torwart Dennis Jadasch beim Aufwärmen eine Fingerverletzung zuzog, sodass Feldspieler Gökhan Gümüstas in den ersten 45 Minuten das Tor hütete, ehe der nachgereiste Florian Garnatz übernahm.

Doch zu diesem Zeitpunkt waren die Kräfteverhältnisse schon geklärt, die Herringer bestimmten von Beginn an eindeutig das Geschehen. „Wir waren in allen Belangen haushoch überlegen“, freute sich Oberdiek, dessen Team schon früh die Weichen auf Sieg stellte, als Thomas Wilczek von einem Pass von Irfan Uzungelis und der nicht einzigen Unaufmerksamkeit in der SF-Hintermannschaft profitierte. Sein Schuss ins lange Eck bedeutete das 1:0 (4.). In der Folge kontrollierte der SVF das Spiel, ohne zunächst mit der allerletzten Konsequenz die großen Freiräume zu nutzen. So blieben Chancen Mangelware – ehe erneut Wilczek zuschlug. Sein geschickter Körpereinsatz reichte aus, um sich nach einem langen Einwurf den nötigen Freiraum zu verschaffen und aus sechs Metern zum 2:0 einzuschieben (27.). Dass die Gastgeber aus der Partie bis zum Wechsel nicht schon ein Schützenfest machten, hatten sie ihrer eigenen Nachlässigkeit zuzuschreiben. Matthias Köhnke (31., 42.), Thanuyen Markandesar (34.), Philip Grzesch (37., 42.) und Wilczek (35.) ließen zum Teil hochkarätige Möglichkeiten ungenutzt gegen die Sportfreunde, bei denen Kapitän Michael Kutzera wegen wiederholten Foulspiels noch dazu die gelb-rote Karte sah (36.). „Die Mannschaft hat Ostinghausen sofort den Zahn gezogen und phasenweise sehr ordentlich gespielt“, meinte Oberdiek.

Nach dem Wechsel haderte er indes mit der Überheblichkeit, in die sein Team angesichts der deutlichen Überlegenheit ein ums andere Mal bei den Angriffsaktionen verfiel. Dennoch reichte es zu drei weiteren Treffern. Zunächst trug sich Fabian Düser mit einem Schuss aus sieben Metern in die Torschützenliste ein, nachdem Grzesch zuvor gescheitert war (50.). Dann verwertete Uzungelis die feine Vorarbeit von Modibo Doumbia zum 4:0 (77.), und schließlich schlug Wilczek ein drittes Mal zu, als die Abwehr der Gäste deutliche Auflösungserscheinungen zeigte (83.). Den Schlusspunkt allerdings setzten die Sportfreunde in Form von Nihat Erdöls sehenswertem Schuss ins lange Eck (88.). – fh