SF Ostinghausen trennen sich gegen SV Langschede 2 zu 3

Die Sportfreunde Ostinghausen, hier Gümüstas im Spiel gegen Wickede, haben nur noch einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsplätze der Bezirksliga 7.

OSTINGHAUSEN ▪ Eine mehr als ärgerliche 2:3-Niederlage kassierten die Sportfreunde Ostinghausen am Sonntag beim Mitaufsteiger SV Langschede. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit sahen sie nach dem Führungstreffer durch Pawel Traszka in der 79. Minute bereits wie der sichere Sieger aus, ließen sich dann aber doch noch die Butter vom Brot nehmen. Durch diese Niederlage verringerte sich der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz auf nur noch einen Punkt.

„Das war schon sehr unglücklich. Wir hätten am Ende vielleicht mit dem Unentschieden zufrieden sein sollen. Aber wir haben nach dem Ausgleich auf Sieg gespielt und sind bestraft worden“, erinnerte sich Fußball-Abteilungsleiter Bernd Frische, dass dem 2:3-Knock-out eine eigene Ecke voranging. „Da fehlte uns hinten die Absicherung“, so Frische.

Er wollte die Niederlage aber vielmehr an einem anderen Punkt festmachen: Die Leistung in der ersten Halbzeit. „Da haben wir 20, 25 Minuten völlig verpennt. Das ist ohnehin unser Problem. Wir schaffen es noch nicht, die Konzentration und Zweikampfstärke über 90 Minuten hochzuhalten. Und 60 Minuten reichen in der Bezirksliga nicht. In der A-Liga fielen solche Auszeiten nicht so auf, jetzt werden sie bestraft“, sieht Frische, dass seine Mannschaft durchaus noch Lehrgeld zahlen muss.

Angekommen seien die Sportfreunde aber nach neun Spieltagen in der neuen Umgebung, meint Frische. „Anfangs der Saison hatte ich mehr Sorgen, aber die letzten Spiele haben gezeigt, dass wir mithalten können. Selbst der Tabellenführer aus Menden hat – wenn auch verdient – erst in der letzten Minute den Sieg gegen uns herausgeschossen“, so Frische. „Und die Niederlage in Langschede war ja wie erwähnt sehr unglücklich“, erinnerte er an die vielen guten Chancen, die sein Team in der zweiten Halbzeit vergab.

Mittlerweile habe das Team auch die anfänglichen Defensivprobleme in den Griff bekommen. Trotz der sechs Gegentore zuletzt habe sich das Team hinten stabilisiert. So habe auch Julian Cräsing als Litzbarski-Ersatz am Sonntag eine „bärenstarke Leistung“ abgeliefert. Und so geht Frische die weiteren Aufgaben voller Optimismus an und blickt drei Wochen voraus. „Wir haben jetzt Spiele gegen Rhynern II, Wiescherhöfen und Drensteinfurt vor der Brust. Wenn wir da so sechs Punkte rausholen würden, haben wir vielleicht wieder ein Polster auf die unteren Ränge“, hofft er.

Dabei kann er auch weiterhin auf die Unterstützung der Zuschauer zählen, bei denen die Aufstiegseuphorie noch nicht verflogen ist. „Die Resonanz ist weiterhin spitze. Wir hatten den Bus mit 50 Leuten wieder voll, zudem sind noch Pkw mit nach Langschede gefahren“, freut sich Bernd Frische über die Unterstützung der Zuschauer. ▪ jb